Tuesday, 9. november 2010
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12:46
Zunaechst ein Rueckblick 2010:
Auch das Jahr 2010 war hinsichtlich der Prognose bislang ein voller Erfolg. - Fast alle Erwar-tungen haben sich erfuellt:
- die Krise hat sich nicht fortgesetzt, sondern ist ueberstanden,
- die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist wie erwartet stark gesunken,
- die Zinsen sind niedrig geblieben,
- der Oelpreis blieb unter Kontrolle,
- der Goldpreis konnte deutlich zulegen,
- die von vielen befuerchtete Inflation blieb erwartungsgemaess aus.
Dass sich die USA schneller als Europa aus der Krise bewegen, hat sich im Jahr 2010 nicht erfuellt, das Wachstum im Verhaeltnis zu Europa war eher pari. - Mit dem
Jahr 2010 geht ein erfolgreiches Boersenjahr zu Ende.
Jahresausblick 2011
Zu einem deutlich ansteigenden Kursniveau an den Boersen bis zum Jahresende 2011 sehe ich keine Alternative. Die wirtschaftlichen Daten werden mit wesentlich positiverem
Grundton verbreitet. Dies ist auch eine Grundvoraussetzung für eine zweite große Hausse-Welle an den Maerkten, in der wir uns aller Wahrscheinlichkeit nach bereits jetzt befinden.
Seit dem Ausbruch aus der Seitwaertskorrektur, befinden sich die Weltboersen in einem Aufwaertstrend. Dieser Trend duerfte – von einigen kleinen Topkorrekturen und
Sonderereignissen bis Ende 2011 anhalten und das Kursniveau an den Boersen erheblich anheben.
Getragen wird der Preisaufschwung von einer immer staerker boomenden Weltwirtschaft, insbesondere von den aufstrebenden Laendern in Asien und Lateinamerika. Auch
Europa und die USA werden ihren Beitrag dazu leisten. Ein wichtiger Kurstreiber ist nach wie vor die Untergewichtung der privaten Anleger in Aktien. Die Uebergewichtung in Festgeldanlagen mit
nahezu keiner inflationsbereinigten Verzinsung wird diesen wie so oft zum Verhaengnis werden.
Je stärker die Boersen unter verbesserten Nachrichten anziehen, umso staerker wird das Verlangen dieser Anleger werden, ihr Festgeld in Aktien zu
tauschen. Die Renditen sind auch bei degressiver Entwicklung hoeher als der Zinssatz von Festgeld, Tagesgeldkonten und Zinsen des
Sparbuchs.
Die Prognosen für 2011 im Einzelnen:
Arbeitslosigkeit: Bei uns wird sich das Problem des Facharbeitermangels weiter verstaerken – die
Arbeitslosenquote sollte dennoch weiter absinken.
Inflation: Was wurde nicht alles geschrieben ueber die galoppierende Inflation, die wir schon seit
Jahren haetten. Die Wahrheit ist – ohne das beherzte Eingreifen der Notenbanken haetten wir jetzt eine ausgewachsene Deflation – wie das Beispiel Japan zeigt. Inflation wird immer kritisch gesehen, jedoch ist eine dosierte Inflation auch positiv zu sehen. Hoehere Preise und hoehere Loehne bedeuten Bewegung im
Wirtschaftskreislauf, hoehere Steuereinnahmen und Staatsdefizitabbau. Es ist vorerst mit einer inflationstreibenden Lohn-Preisspirale zu rechnen. Die Inflationsraten sollten jedoch vorerst
moderat bleiben und selbst wenn sie etwas anziehen, so ist das durchaus gewollt und der Wirtschaft dienlich.
Zinsen: Vor allem die Kreditzinsen sollen laut Notenbanken und Finanzexperten weiter auf niedrigem
Niveau bleiben, um so vielen verschuldeten Haushalten eine guenstige Umschuldung zu ermoeglichen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass das Zinsniveau ab
jetzt – unter kleinen Schwankungen – langsam aber sicher zu steigen beginnt.
Entscheidend sind die Anleihemaerkte, - hier hat sich das Fluchtkapital zurueckgezogen – sinkende Zinsen haetten aber weiter steigende Anleihekurse zur
Folge.
Und dann wuerden sich die Risikofluechtlinge weiterhin wohl fuehlen. Genau das Gegenteil wollen die Notenbanken erreichen – man will die Anleiheanleger zum Verkauf
bewegen, dafuer sind leicht anziehende Zinsen genau das richtige Rezept.
Am Ende der Kette stehen die Notenbanken, die mit frischem Geld den Zusammenbruch der Anleihemaerkte durch Kaeufe zu leicht sinkenden Kursen verhindern und den
Geldkreislauf mit Geld fluten. Somit sind fast alle Probleme insbesondere der USA geloest und den Weltboersen stehen goldene Zeiten bevor.
Oel und Energiewerte: Im Gegensatz zu 2010 wird der Preis durch die immense Nachfrage in den aufstrebenden
asiatischen Laendern im Jahre 2011 zulegen.
Edelmetalle u
nd Gold:
Die Goldhausse steht noch immer am Anfang. Der Goldpreis wird erst dann richtig an Fahrt gewinnen, wenn die Aktienmaerkte abheben. Es sollten im Jahr 2011 neue
Hoechstkurse bei 1.700 $ bis 2.000 $ je Feinunze moeglich sein.
Indizes: Der amerikanische Nasdaq-100, aktuell bei 2580, hat Potential bis ca. 2800 – 3300
Punkten. - Der DAX sollte schon 2011 sein altes all time high ueberwinden und zunaechst die Region um 9.000 Punkte anpeilen. Ich denke, dass
die grossen Maerkte eine deutliche Aufwertung bis Ende Maerz 2011 erfahren werden.
Eine boomende Wirtschaft, hoehere Loehne, steigende Kurse, und – ganz wichtig für das Wohlbefinden – eine erheblich verbesserte Gesamtstimmung weltweit. Das
Konsumklima wird sich weiter beleben und ein neues Luxusbewusstsein koennte sich etablieren. Davon werden z. B. Firmen wie Apple und Metro profitieren.
Risikofaktoren 2011: Mit Risiken im Wirtschaftsaufschwung ist immer zu
rechnen – wenn es zu Problemen kommen wird, dann werden diese auf den entsprechenden Weltwirtschaftsgipfel geregelt. - Viele Marktteilnehmer wollen wieder
bessere Zeiten und werden mit Korrekturen wesentlich besonnener umgehen als in den Krisenjahren.
Terror ist und bleibt eine Bedrohung und ist unkalkulierbar. Vor allem die Luftfahrtindustrie ist hier natuerlich verwundbar, wie es die juengsten Paketbomben
gezeigt haben.
Halten Sie weiterhin alle Positionen fest - die Chancen auf einen starken und stetigen Boersenaufschwung sind betraechtlich!
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