Dienstag, 5. januar 2010 2 05 /01 /2010 07:27

Wachstum in Ost und Sued

In den naechsten Jahren wird es einen Weltwirtschaftsboom geben, den die Welt so noch nicht gesehen hat. - Grundlage dafür wird die zweite große Globalisierungswelle sein, wodurch die Wirtschaftskraft Asiens, Afrikas, Suedamerikas, des Nahen und Mittleren Ostens in atemberaubendem Tempo an das westliche Niveau herangefuehrt
  wird. - Die Weltwirtschaft wird dieses Mal nicht von den USA und Europa aus der Krise geholt, sondern von den aufstrebenden Laendern.


Es werden sich zu Beginn des neuen Jahrzehnts die schwelenden Krisenherde langsam abkuehlen und die Wachstumsdynamik wieder langsam an Kraft gewinnen. Die Boersenampel nimmt diese Entwicklung vorweg und steht zunaechst noch auf gelb, um dann aber deutlich auf gruen umzuschalten. Der natuerliche Drang der Anlegergemeinde wird stets durch die Polaritaet von "Gier und Angst" getrieben, um einerseits Gewinne zu maximieren und andererseits die globalen Ressourcen in immer schnellerem Tempo zu konsumieren. - Philosophische Betrachtungen wie Wertvorstellungen, Nachhaltigkeit und das Wohl der Weltbuerger bleiben aussen vor und waeren ausdruecklich einem anderen Themenkreis zuzuordnen.


Diese Entwicklung ist nicht aufzuhalten. Temporaere Probleme wie die Schweinegrippe, die Finanzkrise oder der Klimawandel koennen diese Entwicklung zwar voruebergehend verlangsamen, jedoch nicht aufhalten.


Nun zum Thema zurueck:


http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=5y&type=CONNECTLINE&dsc=rel&ind0=VOLUME&&currency=&&lSyms=DAX.ETR+DJI.DJI+HKHI.TWI&lColors=0x000000+0x3366CC+0x006633&sSym=DAX.ETR&hcmask=

Wie so oft im vergangenen Jahr 2009 markierte der Deutsche Aktien-Index DAX ein neues Jahreshoch. - Viele Kommentare an der Boerse und in den Medien waren der Auffassung, daß zumindest eine weitere Korrektur oder ein Luftholen zur Bestaetigung des derzeitigen Aufwaertstrends eine gesunde Sache waere.


Die unverbesserlichen Schwarzseher der Szene vertraten die Auffassung, daß zumindest der Tiefpunkt vom 9. Maerz 2009 zu testen sei. - Sicherlich sind in allen Aufwaertstrendphasen Kurskorrekturen und laengere volatile Phasen moeglich und auch zu erwarten.

Das Schaubild zeigt in schwarzer Farbe den Deutschen Aktien-Index DAX, in blau den Dow-Jones-Index und in gruen den Hang-Seng-Index.

Kurs-Gewinn-Verhaeltnis gestern und heute

Die fundamentalen Daten der gesamten Wirtschaft sprechen jedoch dagegen. In frueheren Zeiten waren mit Staatsanleihen 6 % bis 8 % Zinsen zu erzielen und ein Kurs-Gewinn-Verhaeltnis von 12 bis 15 eine angemessene Bewertung. Der Anleihezins bewegt sich derzeit im Bereich von allenfalls 2,5 % bis 3 %. Dividendenpapiere erzielen bei Telecom-Aktien und Versorgungs-Aktien bis zu 6 % Rendite und mehr.

Der reziproke Wert der Anleihezinsen beträgt deshalb ca. 30. Ein KGV von 30 ist deshalb keineswegs eine zu hohe Bewertung des Marktes. - Zum anderen sind sowohl bei den privaten Anlegern und Instituten Milliardenbetraege in Niedrigzinsbereichen geparkt. Die aufstrebenden Maerkte - Emerging Markets - weisen einen stabilen Aufwaertstrend auf, der noch lange nicht beendet ist.

Bei den Buergern in den Schwellenlaendern China, Indien oder Brasilien steigt die Kauflaune, die Ausgaben fuer den Konsum schnellen in die Hoehe. Bis zum Jahre 2020 werden die Chinesen die Amerikaner als groesste Konsumenten abloesen. Waehrend die Verbraucher in Europa sparen, werden Laender wie Brasilien, Russland, Indien und China die weltweite Erholung der Konsumausgaben fortfuehren.


In absehbarer Zeit sind die alten Hoechstkurse von ca.1.550 in S&P-Index und spaeter von ca. 8.000 im Deutschen Aktienindex bei niedrigem Zinsniveau wieder zu erwarten.

 

Dies ist eine unverbindliche Vorabinformation, die nicht den Vollstaendigkeitsanspruch erfuellt. Maßgeblich ist ausschließlich der Verkaufsprospekt der Bestandteil der Zeichnung ist und auf Anfrage erhaeltlich ist.

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von Hans-Udo Schurg - veröffentlicht in: Aktuelle Marktberichte
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